Über die Heilung der Vergangenheit. Erwacht zum Leben im Geist der Freiheit.

Das Friedensmal im Garten der Freiheit ist dem inneren Frieden des Menschen gewidmet. Hier fängt Frieden an. Dann tragen wir den Frieden hinaus in die Welt.

Dieser Ort lässt eine Friedensbotschaft in der äußeren Welt konkret werden. Von hier aus blickt man in die Rheinebene, wo einst das jüdische "Jerusalem am Rhein" war.
Die Friedensbotschaft ist die Heilung der verletzten Wurzel Jerusalem, eine wesentliche Wurzel der deutschen Kultur.

In der äußeren Entwicklung macht sich die innere Entwicklung fest: In der Mitte des Friedensmals finden Sie den
Wendepunkt fürs Leben mit der Inschrift "Chai", hebräisch für "Leben". Von diesem Bezugspunkt aus wurde das ganze Denkmal konstruiert.



Der Garten der Freiheit

Der Garten der Freiheit in Bensheim, Deutschland

Der Garten der Freiheit in Bensheim, südlich von Frankfurt a. M., ist ein Ruf nach Frieden, Freiheit und neuem Leben. Er besteht aus dem 26 m großen Friedensmal für den inneren Weg, dem am Europäischen Fernwanderweg Nr. 8 liegenden Grenzstein und zwei "Engelsflügeln", welche die Seiten bilden. Am Grenzstein wird vergangenes und gegenwärtiges Leid angesprochen und mit der Inschrift „Wo sich Staub zu Licht wandelt“ hin zum Friedensmal gewiesen.

Eine Einführung - Hier finden Sie eine Einführung in das Projekt, die eine solide Grundlage für das Verständnis der Website darstellt. Sie zeigt eine Gesamtschau des Gartens der Freiheit sowie eine Erläuterung seiner einzelnen Komponenten.



Das Friedensmal - für den inneren Frieden

Der Baum des Lebens im Friedensmal

Das Friedensmal liegt in der Mitte des Gartens der Freiheit. Geht man um den Kreis des Friedensmals kommt man doch immer wieder an der gleichen Stelle an. Man dreht sich solange um sich selbst, bis man innehält und in die Mitte in den Baum des Lebens tritt. Man geht dafür über zwei Stufen ins Friedensmal. Es ist die Schwelle der Demut. Auf ihr steht geschrieben: „Erkennet das Heilige in eurer Mitte“. Das Bild zeigt den Baum des Lebens als Relief im Denkmalkreis.

Elf große Steine im "dunklen Ring" symbolisieren die Blockaden und Verstrickungen, die auf dem Lebensweg des Menschen zu sich selbst zwischen ihm und seiner Freiheit stehen. Die unfreien Menschen sind identifiziert mit ihren Verstrickungen und bewirken genau dadurch, dass die Welt so sein kann wie sie heute ist. Die Befreiung aus den Verstrickungen symbolisiert im Friedensmal der Baum des Lebens.

Der 12. Stein steht außerhalb des Gedenkkreises neben dem Europäischen Fernwanderweg. Er repräsentiert eine Verantwortung für Freiheit und Frieden in der Außenwelt. Es ist „... ein Ruf voller Liebe für die Freiheit des Menschen“ (Inschrift).

Das Friedensmal - Hier finden Sie eine detaillierte Beschreibung der Symbolik.



Der Grenz-Stein - die rohe Seite, ein Mahnmal

Die dunkle und raue Seite des Grenzsteins

Dies ist der 12. Erinnerungsstein, der Grenzstein. Wir sehen die Vergangenheit an, wir erinnern uns daran, wer wir wirklich sind und begegnen der Gegenwart. Leben geschieht in der Gegenwart: Wo erleben wir heute Krieg und Unfreiheit statt Frieden und Freiheit im eigenen Leben? Wo können wir Verantwortung für eine schönere Welt übernehmen? Wo fängt unsere Verantwortung an? Eine Schieferschwelle unter dem Stein verweist mit der Inschrift „Wo sich Staub zu Licht wandelt“  auf das Friedensmal rechts daneben, das den Gang ins eigene Innere zeigt. Es bezeichnet einen inneren Frieden, den man in sich finden kann, den man nach außen in die Welt tragen wird.

Vergangenheit am Ort - Die 12 Jahre der Naziherrschaft, ein Zusammenbruch der Zivilisation schließlich, ist ein Weckruf für ein Leben in Freiheit; über die Grenzen eines ideologischen Gefängnisses hinaus.



Der Jerusalem Grenzstein - die bearbeitete Seite, für den äußeren Frieden

Die helle Seite des Jerusalem Grenzsteins

Inschrift:Yerushalayim - Ein Ruf voller Liebe nach Freiheit für den Menschen. Dass wir die (inneren) Zäune im Miteinander überwinden und unseren Halt nicht hinter Zäunen der Ideologie suchen.“  YERUSHALAYIM – die Wurzel Jerusalem, reicht über das Christentum hinaus in die Ursprünge des Judentums. Es ist eine Wurzel unserer europäischen Kultur, die tief verletzt worden ist. Hinter dem Grenzstein befindet sich ein Zaun auf der anderen Seite des Weges. Die symbolische Bedeutung: gesunde Grenzen.

Wir setzen keine Mauern zwischen uns Menschen und wir reißen keine Zäune nieder, vielmehr sind wir uns der Zäune bewusst und erkennen das Licht und die Schönheit, die sie schützen. Freiheit bedeutet nicht "No nation, no border". Freiheit kommt von innen: wir sind uns der inneren "ideologischen Zäune" bewusst, die uns von einander trennen; und von der Wahrheit und dem Leben.


Der Grenzstein - Hier finden Sie eine detaillierte Betrachtung der beiden Seiten des großen Steins aus Odenwald-Quarz: die rohe Seite mit dem Leid und der Last der Vergangenheit und die bearbeitete, zivilisierte Seite mit "Yerushalayim" als eine Wurzel unserer Kultur  und mit dem Hinweis auf das "himmlische Jerusalem", ein Symbol für Freiheit und eine Hoffnung auf Frieden in der Welt.



Die Rose des Schalom - für ein Herz das lebt

Die Rose des Schalom im Friedensmal

Die Rose des Schalom ist ein Zeichen für Schalom; das heißt Harmonie, Heil, Fülle und Frieden. Die jüdische Dichterin Nelly Sachs beschrieb Schalom als „eine Schmetterlingszone der Träume“. Schalom fängt im Inneren der eigenen Seele an. Die Rose des Schalom besteht aus der Blüte einer „Weißen Rose“ und einem darauf liegenden Stern: ein Herz das lebt!  Der sechseckige Stern steht als Symbol für die Verbindung von „Himmel“ und „Erde“; von Geist und Materie. Die Rose des Schalom befindet sich in der Mitte vom Baum des Lebens im Friedensmal: der Mensch kann in sich "Himmel" und "Erde" verbinden, ähnlich einem Baum.



Jerusalem am Rhein - eine jüdische Vergangenheit

Blick vom Friedensmal in die Rheinebene (Jerusalem am Rhein)

Blick in die Rheinebene, wo sich einst das "Jerusalem am Rhein" befand. Blickt man von der Rose des Schalom aus nach Westen zwischen den beiden Hügeln in die Rheinebene, so sieht man die Silhouette der Stadt Worms mit ihrem großen Dom am Horizont. Worms war im Hochmittelalter die geographisch mittlere der drei SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz. Aufgrund ihrer zentralen Bedeutung für die jüdischen Gemeinden in Mitteleuropa gelten sie als Geburtsstätte der aschkenasischen jüdischen Kultur.

Jerusalem am Rhein - Von der Rose des Schalom im Zentrum des Gartens der Freiheit kann man in die Rheinebene blicken. Zwischen den beiden Hügeln genau in der Mitte liegt in der Ferne (Luftlinie 22 km) die Stadt Worms.


Man nimmt hier ein Stück Frieden und Inspiration mit in die Alltagswelt. Es gibt eigentlich nur ein Ziel:  Frieden und Schalom




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