Kapitel: In der Öffentlichkeit / Presseberichte / Wendepunkt


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Gastbeitrag aus Bensheim


Segnung des Friedensmals durch orthodoxen Rabbiner

Einweihung des Wendepunktes in der Rose des Schalom
Segnung des Friedensmals in den deutsch-jüdischen Beziehungen durch orthodoxen Rabbiner

Am Sontag den 14. Mai setzte Rabbiner Mordechai Mendelson die neue Mitte mit der Aufschrift „Für das Leben“ - hebräisch „Chai“ - in die „Rose des Schalom“ im Zentrum des Friedensmals ein.

Der Rabbiner war mit seiner chassidischen Gemeinde aus Karlsruhe angereist. Die Setzung der Mitte und die Segnung der Friedens- und Freiheitsstätte geschah im Rahmen eines Begegnungsfestes. Die Gemeinde war auf dem Weg nach Michelstadt und legte einen Halt von 3 Stunden in Bensheim-Hochstädten ein. Das gab den Gemeindemitgliedern Gelegenheit zum Gespräch mit Ortsansässigen. Außerdem erklärte der Architekt des Denkmals Thomas Zieringer in einer Führung die Bedeutung des Ortes.

Laut Zieringer sei die Segnung ein ganz wichtiger Schritt vorwärts für das Friedensprojekt und der Höhepunkt der bisherigen Veranstaltungen am Friedensmal gewesen. Der deutsche Bardensänger Eloas Lachenmayr vom Bodensee sorgte mit seinen poetischen Liedern für den angemessenen musikalischen Rahmen des Begegnungsfestes. Die Besucher aus Karlsruhe zeigten sich begeistert von dem Ort, seiner Schönheit und der gebotenen Gastfreundschaft.

Der Regenbogen über dem Friedensmal

Film zum Fest ist fertig

Direkt nach der Segnung kam um 15 Uhr ein großer Regen (was symbolisch für Reinigung steht). Und danach stand vom (Jerusalem) Friedensmal aus gesehen ein ganzer Regenbogen Richtung Jerusalem am Horizont. Inzwischen ist der Film zu dem Fest fertig geworden. Er schließt mit dem Bild eines Regenbogens.

Der Film ist einfach gemacht, aber gerade deshalb schön und sehr tief, wenn man auf die Feinheiten achten will. Es ist alles sehr symbolisch, so wie Worte und Bilder zusammenwirken. So singt der Liedermacher Eloas Lachenmayr „Mit Tränen gesät“ (aus Psalm 126), als der Rabbiner den
Wendepunkt zum Leben in die Mitte des Denkmals einsetzte. Oder man lasse auf sich wirken, wie die Tochter des Rabbiners auf dem Pferd sitzt und welche Musik mit Text dabei erklingt.


Anmerkung: Dies ist eine Abschrift zur besseren Lesbarkeit und zu Dokumentationszwecken. Der von mir geschriebene Artikel erschien ursprünglich in Focus-online am 9. Juni 2017 (Quelle).



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